Durch die Schweiz in den Südosten Frankreichs (Mini-Europatour 11/2014 Teil 2)

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Vignette an der Schweizer Grenze

Am Freitag geht es in der Frühe weiter. Unser gestecktes Ziel für diesen Tag ist die in den Bergen liegende Stadt Grenoble im Süd-Osten Frankreichs.

Naturpark Charteuse

„Parc naturel régional de Chartreuse“

Mittags passieren wir bei Basel die Schweizer Grenze. Doch das geht nicht ohne eine Vignette, denn in der Schweiz muss man Maut zahlen. PKW-Fahrer können ihre Vignette schon an den Tankstellen vor der Grenze erhalten. Da für unser Wohnmobil mit über fünf Tonnen Gewicht aber LKW-Regeln gelten, müssen wir die „Schwerverkehrsabgabe“ zahlen. Diese Vignette bekommen wir nur direkt an der Grenze. Sie erlaubt uns, innerhalb eines Jahres 10 Tage lang die Autobahnen und Nationalstraßen der Schweiz zu befahren. Die Schweiz dient uns allerdings jetzt nur als Durchfahrtsland, somit geht es auch an der Herstellungsstadt der beliebten Schokolade Toblerone und einer der größten Städte der Schweiz, dem bekannten Bern, nur vorbei. So verbringen wir nur einige wenige Stunden auf den im Nebel versunkenen Straßen des für seine Schokolade berühmten Landes, und passieren bald die Grenze zu Frankreich.

Frankreichs Serpentinen und Automaten-Tankstellen

Als wir am frühen Abend in Frankreich ankommen, ist es bereits dunkel. Wir steuern einen Stellplatz in der Nähe von Grenoble an. Was wir noch nicht wissen, ist, dass dieser mitten in den Bergen liegt. Im „Parc naturel régional de Chartreuse“, in Saint-Pierre-de-Chartreuse. So landen wir kurzerhand im Dunkel der Nacht auf den Serpentinen des Naturparks.

"Parc narurel régional de Chartreuse"

Laura und Joshua

Die engen, gewundenen Straßen und die Steigungen machen es unserem Wohnmobil nicht immer leicht; Die Dunkelheit nicht zu vergessen! Außerdem benötigen wir in nächster Zeit eine Tankstelle. Die Vermutung, hier oben in den Bergen wohl keine zu finden, stellt sich glücklicherweise als falsch heraus. Wider Erwarten finden wir eine Automaten-Tankstelle. Anders als wir es in Deutschland gewohnt sind, steckt man die EC-Karte in diesen Automaten, der einem nach Eingabe der PIN den Maximalbetrag nennt, bis zu dem man Kraftstoff entnehmen kann. Der tatsächliche Betrag wird anschließend vom Konto abgezogen.

So können wir nun mit vollem Tank und einem besseren Gefühl den Weg hinauf fortsetzen. Nach einer etwas anstrengenden, aber auch spannenden Fahrt, kommen wir schließlich am späten Abend heil in Saint-Pierre-de-Chartreuse an, und halten nach den Wohnmobil-Symbolen Ausschau, die uns den Weg zum Stellplatz weisen sollen. Saint-Pierre-de-Charteuse ist ein beschaulicher und netter kleiner Ort mitten in den Bergen. Am Rand eines großen Parkplatzes, der aufgrund der Größe eher an einen Marktplatz erinnert, finden wir das wegweisende Wohnmobil-Schild und folgen ihm auf einen kleinen Platz, eingebettet zwischen Häusern und Waldrand.

Da wir am nächsten Morgen wieder früh aufbrechen wollen, und es zu so später Stunde in dem kleinen Ort nicht mehr viel zu erleben gibt, gehen wir bald inmitten von Bergen, Wäldern und kleinen Dörfern schlafen. Am nächsten Tag wollen wir in Grenoble Halt machen.

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FOTOS

 

 

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