Überraschungen an der Côte d´Azur (Mini-Europatour 11/2014 Teil 4)

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Pizza und Festfahren am Strand – so begrüßt uns die Côte d´Azur

Die Côte d´Azur in Reichweite

In Richtung Côte d´Azur

Durch schönste Natur führt uns die Route gen Süden. Am Abend kommen wir an der Côte d´Azur an. Genauer gesagt in Antibe. Ziel ist zwar Nizza, doch die laue und angenehme Meeresluft lädt jetzt schon ein, dem Auto und uns eine Pause zu gönnen. So statten wir Antibe einen Besuch ab, und hinterlassen sogar unsere Spuren in der kleinen Stadt. Jedenfalls finanzielle Spuren, denn der Pizzastand musste sich uns auch direkt in den Weg stellen 😉 So genießen wir mit frisch zubereiteter und leckerer Pizza die Abendstimmung in Antibe.

Wieder zurück im Auto müssen wir feststellen, dass es in unserem eigentlichen Ziel Nizza keine Wohnmobilstellplätze zu geben scheint. Da man mit Wohnmobil im Süden nicht irgendwo alleine stehen sollte, zumindest nicht in der Saison, suchen wir uns einen anderen Ort heraus. Auch wenn jetzt keine Saison ist, gehen wir lieber auf Nummer sicher, wenn es sich einrichten lässt.

Wir nehmen die Route in Richtung St.Tropez und steuern „La Gaillarde“ bei Fréjus an. Während wir an einer Ampel warten, hält ein Auto auf der Nebenspur. Das junge Pärchen im Inneren des Wagens macht die Scheibe herunter und verdeutlicht uns mit Händen und Füßen, es ihnen gleich zu tun. Gespannt auf den Grund der Aufforderung zögert Joshua nicht lange und seine Scheibe geht ebenso herunter. Freudestrahlend hält uns die junge Frau auf dem Beifahrersitz ihr Handy hin, ihr Freund zeigt uns den hochgereckten Daumen. Auf dem Display erkennen wir niemand anderen als Joshua! Sein Video „Wir liebten uns“ läuft auf Youtube. Schon hat die Ampel ihre Rotphase beendet und wir müssen fahren. Lachend winkt man sich noch zu. Wir fahren mit der Erkenntnis weiter, dass Joshua gerade eben zwei neue Fans gewonnen hat, und zwar nirgendwo anders, als an der Côte d´Azur 🙂

Der Tourbus am Strand

Unser Wohnmobil an der Côte d´Azur

Doch unsere Strecke hält noch eine weitere Überraschung bereit. Bei dem Versuch, auf einem Steinstrand-Abschnitt zu wenden, fahren wir uns fest. Bei jedem Versuch, uns aus der misslichen Lage zu befreien, graben die Räder sich immer tiefer in den Boden ein. Wir glauben bereits, den Schlafplatz für diese Nacht gezwungenermaßen gefunden zu haben. Doch die Idee, die Steine hinter den Rädern beiseite zu schaufeln und so einen flachen Anstieg zu schaffen, stellt sich glücklicherweise als Lösung des Problems heraus. Langsam aber sicher bahnen die Reifen sich ihren Weg. Noch etwas geschockt, aber erleichtert, machen wir uns auf die Weiterreise in Richtung „La Gaillarde“.

Dort kommen wir ca. eine Stunde später vor einem geschlossenem Stellplatz an, es ist ja auch schon bald Mitternacht. Wir weichen auf einen gegenüber am Strand liegenden Parkplatz aus, wo uns in dieser Nacht noch ein anderer Wohnmobilist Gesellschaft leistet. Wir freuen uns bereits auf den nächsten Tag und darauf, den Strand bei Sonnenschein zu erkunden; Diese Hoffnung gibt uns jedenfalls der Wetterbericht.

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