Strand, Palmen und Telefonleitungen (Mini-Europatour 11/2014 Teil 5)

» Teil 4 des Artikels lesen (Überraschungen an der Côte d´Azur)

Auszeit am Naturstrand

Ausblick auf das Mittelmeer

Blick aus dem Dachfenster

Der Sonntag beginnt für uns mit einem Blick aus dem Dachfenster. Nun sehen wir den Strand endlich bei Tageslicht und saugen die frische und reine Meeresluft in uns auf. Der freie Blick auf den Naturstrand, Palmen und das im Sonnenlicht azurblau glänzende Meer überzeugen uns, sich nicht mit der Aussicht vom Fenster aus zu begnügen. Der „Plage de La Gaillarde“ wartet auf uns!

Das Frühstück halten wir kurz. Der Akku der Kamera ist geladen. Einem Auszeit- und Ruhetag am Strand steht nichts mehr im Wege! Ein kleiner Felsenabschnitt am Rand des Sandes lädt nicht nur zum Klettern und Träumen, sondern auch zu einer kleinen Fotosession ein. Nur ein leichter Wind weht hin und wieder, der uns veranlasst, die Sweatshirt-Jacken überzuziehen. Der Strandabschnitt bleibt fast den ganzen Tag menschenleer und lässt uns die Stunden voller Ruhe und Entspannung umso mehr genießen.

Am Nachmittag fahren wir auf den Stellplatz und lassen den Tag entspannt mit dem Bearbeiten der Fotos am Computer ausklingen. Am nächsten Tag soll es über Nizza weiter in Richtung Monaco gehen.

Auto zu hoch oder Telefonleitung zu tief?

Am Montag setzen wir unsere Route über Nizza nach Monaco fort. Ich lasse meinen Blick verträumt über das türkisfarbene Meer schweifen. Der Weg führt uns über felsige Küstenstraßen, auf denen wir aufgrund des Gewichtes und der Größe unseres Wohnmobils wie gewohnt etwas langsamer unterwegs sind. Somit fahren wir immer mal wieder rechts ran, um die sich langsam aufstauenden Automassen vorbei zu lassen. Doch als wir am Straßenrand zum Stehen kommen, bleibt die Satellitenschüssel des Autos plötzlich in einer tief hängenden Leitung hängen. Kein Vor oder Zurück kann uns aus der misslichen Lage befreien. Wir steigen aus und sehen bereits freundliche Anwohner auf uns zu kommen, die uns dank Joshua´s Schul-Französischkenntnissen verständlich machen können, dass sie uns helfen und eine Leiter holen werden. Während die beiden Männer auf die Leiter steigen und Joshua von innen auf das Autodach klettert, um uns aus den Fängen der Leitung, die sich glücklicherweise als Telefon- und nicht als Stromleitung herausgestellt hat, zu befreien, komme ich mit der netten älteren Dame ins Gespräch.

Sie spricht erfreulicherweise deutsch und erzählt mir, dass die Leitung aus ihrer Verankerung gerutscht sei, somit viel zu tief hinge, und dass sie schon seit zwei Wochen auf die zuständige Telefongesellschaft warten würden.

Unser Wohnmobil wieder befreit

Die verhängnisvolle Telefonleitung

Auch die auffallende Beschriftung des Wohnmobils ist ihr nicht entgangen. Sie interessiert sich sehr für Joshua´s Musik und so spiele ich ihr den Titel „Dass du bei mir bist“ von seinem Album „Auf und davon“ vor. Sie ist begeistert. Joshua, der inzwischen nach erfolgreicher Befreiungsaktion wieder im Auto angekommen ist, zögert nicht lange und drückt ihr das besagte Album in die Hand. Aber nicht ohne es mit den Worten: „Merci beaucoup pour aider nous“ („Vielen Dank, dass Sie uns geholfen haben“) zu unterschreiben. Freudestrahlend nimmt sie es entgegen.

Also hat dieser Zwischenfall doch sein Gutes! Die Dame freut sich sehr über die CD und Joshua hat einen weiteren Fan an der Côte d´Azur!

» Teil 6 des Artikels lesen (Über Nizza nach Monaco)

FOTOS

Schreibe einen Kommentar