Über Nizza nach Monaco (Mini-Europatour 11/2014 Teil 6 )

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Nizza bei Tag und Blick auf Monaco bei Nacht

Wir fahren weiter und kommen schließlich in Nizza an. Eigentlich war dort ein Promenaden-Spaziergang geplant, doch aufgrund der Jahreszeit (Ende November) ist auf der Promenade nicht mehr viel los. Auch die Sonne hat sich zurückgezogen und taucht die Küstenstraße in ein unschönes Grau. Der Strand, der jetzt für die neue Saison in Form gebracht wird, ist aufgrund von Baggerarbeiten nicht sehr einladend. Somit verlassen wir die Küstenstraße, um uns einen höher gelegenen Platz mit Blick über Nizza zu suchen. Diesen finden wir und machen ein paar schöne Fotos.

Blick auf Monaco bei Nacht

Monaco bei Nacht

Nun steuern wir direkt Monaco an. Als wir dort ankommen, ist es bereits dunkel. Da wir den kleinen Stadtstaat und seinen bekannten Hafen aber bei Tageslicht erkunden wollen, wagen wir uns erneut auf die Serpentinen, die uns in die Berge führen. Dort kennt Joshua einen Parkplatz mit grandioser Aussicht auf die Mittelmeerküste. Wir finden die besagte Stelle und Joshua hat nicht zu viel versprochen. Wir haben einen traumhaften Blick auf Monaco und die östliche Côte d´Azur bei Nacht. Während Joshua sich dem Abhang ohne Zögern nähert, bleibe ich immer ein Stück hinter ihm. Doch der Ausblick auf das hell erleuchtete Monaco ist fesselnd und beeindruckend!

Wieder im Auto bitte ich Joshua, umzuparken. Wir stehen zwar nicht sehr nah am Abgrund, doch irgendwie werde ich dieses komische Gefühl nicht los. Ein paar Meter von der den Parkplatz abgrenzenden Planke fühle ich mich besser und wir gehen schlafen. Am nächsten Tag wollen wir den zweitkleinsten Staat der Erde besuchen.

Gewitter in den Bergen und Regen in Monaco

Regen und Gewitter

Die Stadt liegt im nebligen Grau…

Morgens weckt uns ein lautes Grollen, und dem Geräuschpegel im Auto nach zu urteilen scheint es in Strömen zu gießen. Der Blick nach draußen bestätigt unsere Vermutung: Ein starkes Gewitter zieht über uns hinweg. In der Ferne zucken Blitze. Dieser Umstand überzeugt uns, sich nicht lange im Bad oder beim Frühstück aufzuhalten, denn wir befinden uns ungeschützt in recht großer Höhe. Schnell ins Bad und auf nach unten, eine Müllermilch und ein Brot auf der Hand müssen als Start in den Tag reichen. Los geht´s in Richtung Fürstentum Monaco, das übrigens als einer der sichersten Staaten der Erde gilt; Videoüberwachung ist hier die Normalität.

Mit der Zeit verlassen wir langsam die Gewitterfront, dem strömenden Regen können wir aber nicht entkommen. Doch da wir schon einmal hier sind, hält uns auch der nicht von unserem Plan ab. Das könnte nur noch eine erfolglose Parkplatzsuche. Das Zentrum Monacos ist für Wohnmobile verboten. Somit begeben wir uns etwas außerhalb, aber immer noch innerhalb der Grenzen Monacos, auf die Suche nach einem geeigneten Parkplatz für unser über acht Meter langes Wohnmobil. Wir werden tatsächlich fündig, und das gar nicht mal so weit vom Zentrum entfernt. Der Regen hat sich nicht erbarmt, aus „Monaco bei Sonnenschein“ wird wohl nichts werden. So regenfest angezogen wie möglich machen wir uns auf den ca. 30 minütigen Fußweg zu unserem Ziel: Dem bekannten „Port Hercule“.

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FOTOS

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