Die Sonneninsel im Nebelmeer (Mini-Europatour 11/2014 Teil 10)

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Mit dem Sessellift auf den Unternberg

Alles im Nebel versunken

Unter uns das Nebelmeer…

Als erster Ausflug in dem für sein Bier, seine Trachten und seine aus aller Welt besuchten Volksfeste bekannte Bayern ist eine Fahrt mit dem Sessellift auf den Unternberg geplant. Der in Ruhpolding liegende Berg gilt als Paradies für Natur- und Sportbegeisterte. Da wir uns eindeutig eher zu den Natur- als zu den Sportbegeisterten zählen, ziehen wir die Fahrt im Sessellift dem auch möglichen Aufstieg zu Fuß vor. Diese Entscheidung wird durch feuchte und dichte Nebelschwaden bekräfitgt, in denen mittlerweile ganz Ruhpolding, und wie sich später herausstellen sollte, auch alle umliegenden Täler, versunken scheint. Da ich mich im Gegensatz zu Joshua das erste Mal in einen Sessellift begebe, bin ich auf die Fahrt mindestens genauso gespannt wie auf das, was mich dann oben erwartet.

 

Doch plötzlich liegt der dichte Nebel hinter, bzw. unter uns. Auf einmal scheinen wir die Nebelwand regelrecht durchbrochen zu haben und der Blick über die Schulter zeigt das zurückgelassene Nebelmeer. Bei Sonnenschein und blauem Himmel haben wir nicht nur eine absolut klare Sicht, auch die Temperaturen sind gleich viel angenehmer. Erstaunt und erfreut nähern wir uns langsam dem Ende der Sesselliftfahrt. Nach einem beherzten Sprung, (naja, einem kleinen Hopser 😉 ) aus den oben nicht anhaltenden Sitzen befreien wir uns erst einmal von den nun überflüssig gewordenen Winter-Accessoires. Dann blicken wir auf die uns umgebenden und in der Ferne teils schneebedeckten Berge und bewaldeten Täler. Eine traumhafte Aussicht bei strahlendem Sonnenschein!

Unter uns das Nebelmeer...

Angekommen auf der „Sonneninsel“…

Angekommen auf der „Sonneninsel im Nebelmeer“! So jedenfalls fühlt es sich an, wenn wir unseren Blick in die Ferne richten. Alle Täler scheinen im Nebel versunken, nur die Berge ragen erhaben aus der „flauschigen Watte“ hervor. Nach einem kleinen Spaziergang mit tollen Fotos machen wir es uns auf der Terrasse der Unternberg Alm mit einer stärkenden Gemüsesuppe bequem. Die freien Liegestühle vor der Terrasse habe ich gleich bemerkt und lasse sie beim Essen kaum aus den Augen. Wider Erwarten sind sie tatsächlich noch frei, als unsere Schüsseln leer sind. Also entspannen wir noch eine Weile, machen die Augen zu, genießen die klare Luft und die wärmende Sonne, leben einfach nur den Augenblick.

Als es dann wieder Zeit wird, die Fahrt nach unten in die graue Suppe zu wagen, ziehen wir uns vorsorglich wieder wärmer an. Haben wir doch bereits die Bekanntschaft mit dem Wetter der tiefer liegenden Regionen gemacht. Nach ungefähr der Hälfte der Strecke tauchen wir wieder ein, versinken wie die Bäume und Häuser unter uns im Nebelmeer. Aber das kann der Stimmung jetzt nicht mehr viel anhaben. Unten kommen wir trotzdem mit einem Lächeln im etwas verfrorenen Gesicht an. Ein Ausflug, der sich absolut gelohnt hat, liegt nun hinter uns. Mal schauen, was der nächste Tag und ein Besuch der Winklmoosalm für uns bereit hält…

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