Gitarrenklänge in den Weinbergen und ein nasses Vergnügen im Europa-Park

Weiter geht´s durch den Pfälzerwald! In unserem Wohnmobilstellplatz-Führer sind wir auf den Stellplatz des Weingutes Hitziger in der Kleinstadt Bad Bergzabern gestoßen. Die Beschreibung überzeugt uns und so schlagen wir dort am Abend des 09.08.15 unser Lager auf.

Wohnmobil-Stellplatz auf dem Weingut Hitziger

Mitten in den Weinbergen auf dem Wohnmobilstellplatz des Weingutes Hitziger

Wir lassen es uns gutgehen…

Sogleich werden wir vom Senior des Weingutes freundlich begrüßt und herzlich aufgenommen. Durch die uns entgegengebrachte Offenheit und die familiäre Athmosphäre fühlen wir uns schnell wohl. Von dem Stellplatz mit Ent-und Versorgungsmöglichkeit direkt am Weingut hat man zur einen Seite einen freien Blick auf umliegende Weinberge. Zur anderen Seite blickt man sowohl auf Bad Bergzabern als leider auch auf ein Hochhaus. Deshalb parken wir auf der (Schotter-)Wiese so, dass wir von unserer „hauseigenen Terrasse“ in die Weinberge blicken und genießen mit einer leckeren Packung Eiskonfekt die letzten Abendstunden im Freien.

Wohnmobilstellplatz-Konzert in den Weinbergen

Ein WoMoStePlaKo (Wohnmobilstellplatz-Konzert) ist das Resultat der Hartnäckigkeit unserer überaus freundlichen, sympathischen und sehr gut deutsch-sprechenden Wohnmobil-Nachbarn aus den Niederlanden. Immer wieder kehrende Anspielungen auf eine Kostprobe Joshua´s Musik veranlassen Joshua dazu, am nächsten Tag ein paar Titel aus seinem aktuellen Programm zu präsentieren. Strahlender Sonnenschein und Temperaturen um die 25°Grad sind perfekte Vorrausetzungen für ein spontanes Mini-Konzert in den Weinbergen.

WoMoStePlaKo auf dem Weingut Hitziger in Bad Bergzabern

Schnell werden neue Fans gewonnen…

Voller Spannung bauen sich unsere niederländischen Nachbarn mit ihren Stühlen im Kreis um Joshua auf. Weitere neugierige Wohnmobilisten gesellen sich mit der Zeit dazu, Handys und Tablets werden gezückt. Joshua begeistert sein kleines Stellplatz-Publikum mit dem ein oder anderen bekannten Oldie, vor allem aber mit diversen eigenen Titeln wie „Flieg´ mich zu den Sternen“ oder „Wir liebten uns“ seines neuen Albums „Hör´ Auf Dein Herz“. (s. http://www.songpoetjoshua.de) So sitzen wir alle im Kreis um ihn herum und lauschen den sanften Klängen der Konzertgitarre. Nach einem freudigen „Ich habe alles verstanden!“ aus dem Kreis des niederländischen Publikums und einem kleinen Holzschuh-Anhänger als Dankeschön lassen wir den Abend bei einer selbstgemachten Lasagne auf unserer Terrasse ausklingen. Im Hintergrund die langsam untergehende Sonne, die uns noch mit ihren letzten Strahlen wärmt.

Ein Grillabend mitten im Schwarzwald

Am darauffolgenden Tag verlassen wir den Stellplatz und Bad Bergzabern. Spätere Recherchen ergeben, dass die Kleinstadt mehr zu bieten hat, als wir dachten. Neben dem Schloss Bergzabern, mehreren Kirchen, dem ehemaligen Kloster Liebfrauenberg und einem 30m hohen hölzernen Aussichtsturm oberhalb der Stadt scheint besonders der Kurpark mit seinen seltenen Bäumen einen Ausflug wert zu sein. Wer also schon immer mal wissen wollte, wie der „Taschentuchbaum“ oder die „Kaukasische Flügelnuss“ aussieht, sollte sich auf den Weg nach Bad Berbzabern machen.

Unser nächstes Ziel ist Rust, genauer gesagt der berühmte Europa-Park. Unsere Route führt uns durch den Schwarzwald, wo wir auf einem Stellplatz in Nordrach unser Nachtlager aufschlagen. Vorher heißt es aber noch: Grillen! Der praktische kleine Einmal-Grill, der zumeist in Baumärkten oder bei Rewe zu finden ist, hat es uns wirklich angetan und leistet uns auch an diesem Abend abermals gute Dienste. So genießen wir einen schönen Grillabend und sitzen  lange draußen. Als die Dunkelheit langsam einkehrt und der Mond am sternenklaren Himmel steht, gehen wir mitten im Schwarzwald schlafen.

Am nächsten Morgen klingelt früh der Wecker, liegen doch noch eine Stunde Fahrt und ein 95 Hektar großer Freizeitpark vor uns. Ein weiterer Blick ins Internet und auf mehrere Wettervorhersagen lässt uns zweifeln. Einerseits wird strahlender Sonnenschein mit bis zu 30° Grad versprochen, andererseits vor Sturm, Starkregen und Gewitter gewarnt. Aber der Blick nach draußen auf einen klaren Himmel und die sich langsam hinter den Wolken hervorkämpfende Sonne überzeugen uns, unseren Plan trotzdem in die Tat umzusetzen.

Ein toller Tag im Europapark

Im Europa-Park unterwegs

Strahlender Sonnenschein im Europa-Park

Schon einige Kilometer vor dem Europa-Park fangen die Automassen langsam an, sich zu stauen. Wir kommen dennoch relativ gut voran und machen uns auf die Suche nach dem Caravan-Stellplatz des Parks. Dank der freundlichen Auskunft eines Ordners werden wir schließlich fündig. Der gebührenpflichtige Platz mit Stromanschlüssen, sanitären Anlagen, Western-Kiosk, einer Ver- und Entsorgungsstation und insgesamt 200 Stellplätzen liegt ca. 5 Gehminuten vom Haupteingang des Europa-Parks entfernt. Auch Tickets für den Park kann man bereits am Platz erhalten. Wir stellen unser mobiles Heim auf dem uns zugewiesenen Platz ab und machen uns gespannt auf den Weg zu Deutschlands größtem Freizeitpark. Menschenmassen strömen in die gleiche Richtung, auf den ersten Blick scheinen alle Nationen vertreten zu sein. Chinesen, Spanier, Italiener, Franzosen… Schnell ist klar, dass der Park nicht nur bei den Deutschen beliebt zu sein scheint. Genauso schnell ist allerdings auch klar, dass wir uns auf extrem lange Wartezeiten vor den Fahrgeschäften einstellen müssen.

Wir lagen mit unserer Vermutung goldrichtig. Da wir aber nicht den halben Tag mit dem Anstehen in einer langen Schlange verbringen wollen, fahren wir nur mit wenigen Geschäften. Der Park ist in verschiedene Themenbereiche eingeteilt und man durchquert die verschiedensten Länder. Alles ist schön angelegt und mit Bedacht und Liebe zum Detail geplant und umgesetzt. Auch das Wetter spielt tatsächlich mit und die Temperaturen erreichen fast die 30° Grad-Marke. So macht schon alleine der Rundgang durch den Park Spaß, auch wenn wir auf Achterbahn und Co. größtenteils verzichten.

Nasses Vergnügen bei der Wasserbahnfahrt im Europa-Park

Die Wasserachterbahn Poseidon

Da Joshua eindeutig der Abenteuerlustigere von uns beiden ist, stellt die Wasserbahnfahrt am Schluss für mich eine kleine Überwindung dar. Im Themenbereich Griechenland steigen wir in die Wasserachterbahn Poseidon. Das ist auch so ziemlich das Letzte, was ich mit offenen Augen mitkriege. Die Fahrt sehe ich nicht, ich spüre sie nur. Und das nicht nur, weil mir der Magen zeitweise in die Brust zu rutschen scheint. Auch die Dusche heute Morgen hätte ich mir sparen können 😉 Jeder müde Versuch, die Augen aufzumachen, scheitert. Doch als wir wieder am Ausgangspunkt ankommen und ich geschafft aus dem Gefährt aussteige, komme ich zu dem Schluss: Eigentlich hat das doch Spaß gemacht! 🙂

Dann ist unser Ausflug in das Europa Deutschlands auch schon vorbei und wir machen uns auf den Rückweg zum Auto. Das war ein sehr schöner Tag!

FOTOS

 

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