Bayern – im Land prächtiger Schlösser und malerischer Gebirgsseen

Schloss Neuschwanstein liegt in den Ammergauer Alpen

Schloss Neuschwanstein

Schon zu Beginn unserer dreiwöchigen Tour durch Deutschland und die Schweiz stand fest, dass das bekannte Märchenschloss Neuschwanstein eines unserer Ziele sein wird. So machen wir uns am 15.08.15 auf den Weg nach Bayern. Schloss Neuschwanstein, gelegen in der Nähe von Füssen, wurde einst für Ludwig II. erbaut. Der bayerische König mag dem einen oder anderen auch durch seine bekannte Cousine Elisabeth (kurz Sissi), der Kaiserin von Österreich-Ungarn, ein Begriff sein. Das prachtvolle Bauwerk aus dem 19. Jahrhundert zieht Besucher aus aller Welt in seinen Bann. Aber nicht nur das Schloss selbst, auch seine traumhafte Lage in den Ammergauer Alpen macht es zu einer der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Rund 1,3 Millionen Touristen machen sich jährlich auf den Weg ins Ammergebirge, um in eine Welt voller Prunk und Pracht einzutauchen.

Die Automassen stauen sich bereits auf der Landstraße und so bereiten wir uns auf eine nicht ganz einfache Parkplatzsuche vor. Aber wir haben Glück und ergattern den letzten freien Wohnmobilparkplatz. Nun verschaffen wir uns erst einmal einen groben Überblick über die Umgebung. Die bereits vermuteten Touristenmassen erfreuen sich an den diversen Restaurants und zahlreichen Souvenir-Geschäften. Etwas entfernt oberhalb des Parkgeländes thront Schloss Neuschwanstein. Wir stürzen uns ins Getümmel, um uns zu Fuß auf den ca. 20-minütigen Aufstieg zum Schloss aufzumachen. Denn beim Anblick der vor die Touristenkutschen gespannten Kaltblüter kommt Zweifel auf, ob den schweißgebadeten Pferden während ihrer stundenlangen Schwerstarbeit auch die erforderlichen Pausen gegönnt werden.

Schloss Neuschwanstein wurde für Ludwig II. erbaut

Das Märchenschloss von Ludwig II.

Das Märchenschloss Neuschwanstein

Wir bringen den Weg aus eigener Kraft hinter uns und stehen schließlich vor dem beeindruckenden Bau. Zahlreiche Besucher machen sich auf den Weg zum Eingang des Schlosses, um im Rahmen einer Führung den prunkvollen Innenbereich zu besichtigen. Da es mittlerweile schon später Nachmittag ist und uns persönlich der Innenbreich zu prunkvoll ist, halten wir uns auf dem Außengelände auf. In Sichtweite des Schlosses Neuschwanstein befindet sich die Marienbrücke, die als beliebter Aussichtspunkt auf das Schloss gilt. Ca. 90 m liegt sie über der beeindruckenden Pöllatschlucht. Diese verdankt ihren Namen dem ungefähr 10 km langen Gebirgsbach, der durch die Klamm der Schlucht fließt; Die Pöllat. Schroffe Felswände, rundgeschliffene Felsen und nicht zuletzt natürlich der ca. 45 hohe Wasserfall (Pöllatfall) machen auch die Pöllatschlucht zu einem beliebten Ausflugsziel. Ein Ort, an dem sich ungebändigte Naturkräfte entfalten. Da die Marienbrücke derzeit aber leider gesperrt ist, machen wir uns nach ein paar Fotos wieder auf den Rückweg zum Auto. Es beginnt zu regnen. Somit verwerfen wir die Idee, der Altstadt Füssens noch einen Besuch abzustatten, und fahren weiter in Richtung Berchtesgadener Land. Nächstes Ziel: Der Königssee

Der nächste Tag beginnt für uns im tiefsten Bayern. Mit Blick auf die Alpen genießen wir ein leckeres Frühstück mit heißer Schokolade und Schokocroissant. Stärkung für unseren nächsten Ausflug. Wir wollen den Königssee im Südosten Bayerns besuchen. Im Berchtesgadener Land findet man den ca. 5 km² großen, am Fuß des Watzmanns gelegenen Gebirgssee. Dort angekommen fühlen wir uns an den Besuch Neuschwansteins erinnert. Abermals müssen wir uns unseren Weg durch Touristenmassen bahnen. Der Weg zum See führt uns nicht wie erwartet durch unberührte Natur, sondern an zahlreichen Restaurants und Souvenir-Geschäften vorbei.

Der Königssee im Berchtesgadener Land

Am Fuß des Watzmanns ist der Königssee gelegen

Blick auf den Königssee

Am See angekommen ziehen die zutraulichen Enten unsere Aufmerksamkeit auf sich. Der Blick auf den See wird durch graues Wetter und nasskalte Luft getrübt. Wir entdecken einen Weg, der vom Trubel weg und zur Natur hin zu führen scheint. Nach einer kurzen Strecke durch den Wald kommen wir an einem kleinem Aussichtspunkt an, von dem ein wesentlich besserer Blick über den fjordartigen See gegeben ist. Leider spielt das Wetter nicht 100% ig mit und bei strahlendem Sonnenschein hätte man sicher sowohl den Ausblick als auch die Natur an sich verstärkt genießen können. Trotzdem bietet der in traumhafter Natur gelegene Gebirgsee mit ca. 7 km Länge einen sehenswerten Anblick. Ein großer Teil des Sees liegt im Nationalpark Berchtesgaden und zahlreiche Wanderwege laden zum Abschalten und Genießen ein. Aufgrund des Wetters reizt uns auch die Erkundung des Sees mit einem der großen Elektroboote nicht. Bei strahlend blauem Himmel wäre das sicher ein tolles Erlebnis gewesen. So machen wir uns mit einem Crêpe in der Hand wieder auf den Rückweg zum Auto. Aber trotz aller Widrigkeiten war das wieder ein schöner Ausflug!

Mit diesen Impressionen endet nun unsere dreiwöchige Tour durch Deutschland und die Schweiz. Ob Saarschleife, Burgruine oder Gotthard-Pass. Es liegen wieder einmal eine ganze Reihe interessanter Begegnungen, schöner Erlebnisse und beeindruckender Naturkulissen hinter uns.

Das war wieder eine ganz tolle Tour!

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